Barbara Karlich Show vom 08.08.2018

 Endstation Pension: Wo bleibt der Dank?

Wiederholungssendung vom 29.12.2017

Nach jahrzehntelangem Arbeitseinsatz freuen sich die meisten Menschen auf den wohlverdienten Ruhestand, doch sie erwarten sich auch Anerkennung für das Engagement, das sie gezeigt haben und manche sind enttäuscht, da sie sich sie vom ihrem ehemaligen Arbeitgeber oder auch dem Staat und der Gesellschaft insgesamt, nicht entsprechend gewürdigt fühlen.

© ORF
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Christine, 64, Verkäuferin in Pension aus Vorarlberg,
ist Mutter von fünf Kindern, die heute von einer kleinen Pension leben muss, obwohl sie trotz der Kinder immer arbeiten war. „Alleine von meiner Pension könnte ich nicht leben, ich bin froh, dass ich meinen Mann habe.“ Die Tatsache, dass nur drei von fünf Kindern bei den Pensionszeiten angerechnet wurden, findet die rüstige Pensionisten eine Frechheit und meint: „Heute zahlen die Kinder, die mir nicht angerechnet wurden, selbst in die Pensionskassa des Staates ein.“ Deswegen fordert sie: „Es sollte ein Müttergehalt geben, damit auch das Muttersein honoriert wird, weil Kindererziehung auch eine Arbeit ist!“

Peter, 60, Logistiker b. e. Kommunikationsunternehmen in Pension aus Vorarlberg,
hat jahrzehntelang bei einem Unternehmen gearbeitet, bevor er von einem auf den anderen Tag in Frühpension geschickt wurde. „Ich habe immer mein Bestes für das Unternehmen getan, aber trotz meiner Bemühungen wurde ich von dem einen auf den anderen Tag in den Ruhestand geschickt. Ich dachte zuerst an einen Scherz“. Peter weiters: „Viele wären an so einem Schicksalsschlag zerbrochen und hätten sich aufgegeben. Sich nutzlos zu fühlen ist wirklich ein schlimmes Gefühl, doch ich hatte Glück, dass ich in meiner Familie gebraucht wurde.“