Barbara Karlich Show vom 08.10.2019

Liebe ist ein Machtspiel

Liebe und Macht sind keinesfalls unvereinbar. Mit dem Wissen, wie Machtprozesse eine Beziehung bestimmen, steht dem Liebesglück eigentlich nichts mehr im Wege. Doch wie geht man damit um? Und wie schaut die ideale Machtverteilung in Liebesdingen aus?

© ORF
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Mike, 35, Tontechniker aus der Steiermark,
ist seit vier Jahren Single. „Frauen haben es nicht leicht mit mir, denn ich will den Ton angeben.“ Seine letzte Beziehung scheiterte: „Eigentlich wollten wir heiraten, aber sie ist mit meiner Art nicht klargekommen.“ Er möchte sich auf keinen Fall für eine Frau ändern oder nachgeben. „Ich will keine Kompromisse eingehen. Es gibt leider viel zu viele Männer, die sich von ihren Frauen verbiegen lassen.“

Claudia, 54, Reinigungskraft im Gesundheitszentrum aus Salzburg,
war vierzehn Jahre lang verheiratet: „Heute genieße ich meine Freiheiten und bin froh, dass ich mich nicht anpassen muss. Mit 48 Jahren wurde ich wiedergeboren und habe meine dominante Seite entdeckt.“ Sie will auch keine Partnerschaft mehr, denn sie liebt ihre Unabhängigkeit. „Machtspiele stehen in Beziehungen immer an der Tagesordnung. Das brauche ich nicht mehr.“