Barbara Karlich Show vom 15.04.2019

Ménage-à-trois: Monogamie ist passè

Manche sehnen sich trotz ihrer liebevollen monogamen Beziehung hin und wieder nach etwas anderem. Vor allem dann, wenn ein Partner alleine auf Dauer nicht alle Bedürfnisse befriedigen kann. Aber kann eine Dreiecksbeziehung auf Dauer überhaupt funktionieren? Oder bleibt dabei immer einer auf der Strecke?

© ORF
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Kathrin, 24, Gesundheitspraktikerin aus Deutschland,
würde sich in einer monogamen Beziehung eingeengt fühlen. „Ich führte früher klassische monogame Beziehungen, eine davon sogar über vier Jahre lang. Doch mein Ex-Partner war sehr eifersüchtig. Ich durfte nicht einmal männliche Freunde haben.“ Daher wollte sie nach dem Beziehungsende etwas Neues ausprobieren. „Ich führte eine so genannte ‚freie Beziehung‘. Da darf man auch andere Partner nebenbei haben, braucht dazu allerdings auch viel Vertrauen.“

Hans, 80, Graveur in Pension und Ingrid, 80, Buchhalterin in Pension aus Kärnten,
können mit dem Konzept einer Ménage-à-trois wenig anfangen. “Wir haben uns mit sechzehn Jahren kennengelernt und auch schnell ineinander verliebt. Mit Anfang zwanzig haben wir geheiratet, nächstes Jahr feiern wir unseren sechzigsten Hochzeitstag und waren uns stets treu.” Das Ehepaar verbringt sehr viel Zeit zu zweit. “Wir reisen beide sehr gerne an exotische Orte und lernen fremde Kulturen kennen. Auch unsere Liebe zur Musik verbindet uns. Wir sind einfach ein starkes Team.”