Barbara Karlich Show vom 14.03.2019

Fernbeziehungen sind beständiger

Wer eine Liebe auf Distanz führt, muss kompromissbereit sein. In einer Fernbeziehung ist man zwar zusammen, aber doch die meiste Zeit getrennt. Da man sich nicht täglich sieht, fällt der Alltag weg, das Wiedersehen ist aber oft umso schöner. Können Fernbeziehungen dadurch vielleicht beständiger sein? Oder werden Trennungen dadurch nur aufgeschoben?

© ORF
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Toni, 61, Call Agent aus Niederösterreich,
 ist davon überzeugt, dass eine Fernbeziehung ein wesentlich besseres, weil auch langsameres, Kennenlernen ermöglicht: „Natürlich vermisst man sich gegenseitig, aber in Zeiten des Internet ist es auch viel einfacher in Kontakt zu bleiben.“ Eine beständige Fernbeziehung zeichnet vor allem durch Vertrauen aus: „Wenn kein Vertrauen vorhanden ist, kann man’s gleich sein lassen.“

Charly, 68, Malermeister in Pension aus dem Burgenland,
kann sich nicht vorstellen eine Fernbeziehung zu führen: „Ich möchte morgens beim Aufwachen und abends bevor ich schlafen gehe, meiner Frau in die Augen blicken können. Ich bin seit 41 Jahren verheiratet und liebe meine Frau über alles.“ Auch Online-Dating steht Charly eher skeptisch gegenüber: „Ich glaube, dass das Internet ganz viel zerstört in unserer heutigen Zeit – auch Beziehungen.“