Barbara Karlich Show vom 09.08.2019

Wir sind gekommen, um zu bleiben

Wiederholungssendung vom 29.11.2018

Eine bessere Ausbildung, höhere Chancen am Arbeitsmarkt oder die Liebe: Die Motive der Menschen, die ihrer Heimat den Rücken kehren, um in Österreich Fuß zu fassen, sind sehr unterschiedlich. Es gibt aber auch Menschen, die aus ihrer Heimat flüchten mussten und in Österreich die Möglichkeit bekamen, sich ein neues Leben aufzubauen. Die Gäste erzählen von ihren unterschiedlichen Erfahrungen in einem zunächst fremden Land, mit welchen Problemen oder Vorurteilen sie konfrontiert wurden, und wie sie sich am besten integrieren konnten.

© ORF
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Dilek, 39, Beamtin aus Oberösterreich,
zog kurz nach ihrer Geburt in der Türkei mit ihrer Familie nach Österreich, um ein neues Leben zu beginnen. „Mein Motto ist: ‚Durchs Reden kommen die Leute zusammen‘. Nur wenn man die Sprache lernt und sich austauschen kann, funktioniert Integration. “ Es ist ihr wichtig, offen auf andere Menschen zuzugehen. „So lernt man schneller die Sprache und auch die Traditionen kennen. Wir sind zwar muslimisch, aber für alle anderen Religionen aufgeschlossen. Ich selbst trage auch kein Kopftuch, verstehe es aber auch, wenn sich andere bewusst dafür entscheiden.“

Slavko, 64, Musiker und Dolmetscher aus Wien,
wuchs in Kroatien auf, bis ihn das Studium erstmals nach Österreich führte. „Ich bin nach einiger Zeit wieder zurück in meine alte Heimat gegangen. Aber Wien hat mich einfach nicht losgelassen.“ Schlussendlich hielt ihn auch die Liebe in Österreich. „Ich habe meine Frau kennengelernt und da war für mich klar, dass ich hierbleibe.“ Er lebt seit inzwischen seit 46 Jahren in Wien und versucht, mit Hilfe der Musik, Völker und Kulturen zu verbinden.