Barbara Karlich Show vom 14.09.2018

Für einen Neuanfang ist man nie zu alt       

Wiederholungssendung vom 27.02.2018

Wer träumt nicht manchmal davon, der täglichen Routine zu entfliehen? Den Schritt hin zu grundlegenden Veränderungen wagen aber wenige, und mit zunehmendem Alter sinkt bei vielen die Bereitschaft noch einmal von vorne anzufangen.  Andere hingegen meinen, es ist nie zu spät seine Träume zu verwirklichen.

© ORF
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Marcel, 40, DJ und Musikproduzent aus Vorarlberg,
war früher ein Grenzgänger, der das Risiko liebte: „Ich war auf der Suche nach einem besonderen Kick und wurde süchtig nach dem Surfen auf Zügen.“ Er kletterte nachts auf Dächer oder Kupplungen von Zügen und fuhr mit, bis er mit 27 Jahren einen schweren Unfall erlitt, den er nur knapp überlebte: „Ich stürzte von einem fahrenden Zug und verlor dabei meinen rechten Arm.“ Marcel hat seinen Lebensmut allerdings nicht verloren: „Ich möchte anderen Menschen Mut machen. Es ist nie zu spät sein Leben zu ändern und wieder neu zu beginnen.“

Rebecca, 59, Juristin in Pension aus der Schweiz,
lebte früher als Mann und war eine wichtige Persönlichkeit in der römisch-katholischen Kirche von Basel. Erst vor einem Jahr hat sich die gläubige Katholikin offiziell als transsexuell geoutet: „Ich war innerlich schon immer eine Frau. Schon in der Schule hätte ich viel lieber mit den Mädchen gespielt.“ Rebecca ist sich nicht sicher, ob sie sich einer geschlechtsangleichenden Operation unterziehen will, da die Risiken dabei nicht zu unterschätzen sind. Eines weiß sie aber schon: „Ich will in Zukunft weiterhin Beziehungen mit Frauen haben. Ich bin nämlich translesbisch.“