Barbara Karlich Show vom 16.11.2017

Sex ist wichtiger als Liebe      

Menschen haben unterschiedliche Prioritäten: während für die einen Vertrautheit und Verbundenheit zu einem anderen Menschen das Wichtigste ist,  gestehen andere freimütig, dass auch die körperliche Lust eine zentrale Rolle für sie spielt und sie diese zu Zeiten auch ohne tieferes emotionales Empfinden genießen können.
 

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Regina, 67, Swingerclub-Betreiberin aus Wien,

sagt: „Ein Leben ohne Sex wäre nichts für mich – ebenso wie eines ohne Liebe. Diese beiden Dinge gehören für mich zusammen und sind sehr wichtig. Sex gehört für mich einfach dazu, ebenso wie schlafen oder essen“. Sie war 45 Jahre mit ihrem Ehemann zusammen, ehe dieser 2014 verstarb. „Wir führten eine sehr glückliche und erfüllte Ehe. Das Wichtigste in einer Beziehung sind hundertprozentiges Vertrauen und gegenseitiger Respekt – das haben wir immer füreinander gehabt“. Als Rezept für das gemeinsame Glück gibt die Wienerin die geteilte Vorliebe für Partnertausch an. „Ich war 19 Jahre alt als ich meinen Mann kennenlernte. Er hat mir gleich erzählt, dass er gerne Sexpartys besucht“

Raimund, 65, Pastor aus Kärnten,

erklärt: „Wir haben im Gegensatz zu den Griechen ja leider nur ein Wort für die Liebe. Aber für mich gibt es die körperliche Liebe, die freundschaftliche Liebe und die aufopfernde, hingebende Liebe – all das gehört für mich zusammen.“ Aber der Sex alleine könnte für Raimund nie im Mittelpunkt einer Beziehung stehen. Dass sich der erotische Aspekt für Raimund im Laufe der Jahre verändern kann, weiß er. „Ich bin mit meiner Frau mittlerweile bereits seit 42 Jahren glücklich verheiratet und der Sex ist im Laufe der Jahre sicher weniger geworden. Aber für mich zählen noch viel mehr Dinge zum Körperlichen dazu, wie zum Beispiel das gegenseitige Berühren oder Streicheln“