Barbara Karlich Show vom 14.11.2017

Belogen und Betrogen: So kann ich dir wieder vertrauen

Eine der Grundlagen einer glücklichen Beziehung ist gegenseitiges Vertrauen. Wurde dieses enttäuscht, bedeutet das manchmal das Ende der Partnerschaft, zumeist jedoch eine nachhaltige Belastung. Wie kann man es  schaffen eine solche Enttäuschung zu überwinden und wieder Zutrauen und Sicherheit aufzubauen?
 

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Veronika, 53, Arztassistentin & Shiatsu Praktikerin und Michael, 59, Senior Coach aus Baden,

sind seit fast 33 Jahren verheiratet und hatten rund um den 25. Hochzeitstag eine Krise. Michael hatte eine heimliche Partnerin, was Veronika wütend machte: „Natürlich hat es mir den Boden unter den Füßen weggezogen, aber mir war klar, die Situation muss geklärt werden. Ich habe mich meinen Ängsten gestellt, dann ist mir dasselbe passiert und hatte eine halbjährige Beziehung mit einem anderen Mann.“ Auch wenn es für Michael schmerzhaft war, hat er sie freigegeben, da er diese Erfahrung ja selber auch gemacht hat: „Man glaubt, man kann dem Partner nichts zumuten, dabei muss man einfach nur die Wahrheit sagen. Wir sind stärker aus der Situation rausgekommen.“

Reini, 53, Betriebselektriker aus Ebenfurth,

kann sich nicht vorstellen, dass man wieder hundert Prozent Vertrauen zu jemandem gewinnen kann, der einen mal belogen und betrogen hat: „Lügen geht gar nicht, außer es handelt sich um eine Überraschung, sonst stelle ich alles infrage.“ Seine erste Liebe hat ihn mit seinem Bruder betrogen und seine erste Frau mit einem guten Freund: „Ich habe es danach nicht mehr geschafft, ich hätte nicht mehr vertrauen können, denn ich kann nur auf eine Beziehung bauen, die auf Ehrlichkeit beruht.“ Zuletzt hat er sich auf eine verheiratete Frau eingelassen, war verliebt, wollte mit ihr sein Leben verbringen: „Im Endeffekt hat sie mit mir gespielt, ich wollte ihr vertrauen, aber ihre Lügen, Ungereimtheiten und Ausreden haben dazu geführt, dass ich mich bei der Selbstlüge ertappt habe, mich vor den Realitäten verschlossen habe.“