Barbara Karlich Show vom 13.06.2018

Frauen nörgeln, Männer schweigen   

In der Zeit der ersten Verliebtheit stört sich kaum jemand an den  Gewohnheit und kleinen Macken des Partners. Mit der Zeit ändert sich das aber oft und man ist mit der Frage konfrontiert, wie man mit den Kleinigkeiten, die einen ärgern, umgeht. Soll man sie ignorieren und Gefahr laufen, dass daraus größere Probleme entstehen, oder soll man sie ansprechen und dem Partner damit vielleicht auf die Nerven gehen?

© ORF
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Claudia, 52, Vertreterin für Küchenartikel aus Niederösterreich,
ist der Meinung, dass es in der Natur der Frauen liegt, sich über vieles zu beschweren. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass es Frauen gibt, die nie wegen irgendetwas nörgeln.“ Sie weiß, dass einen in langjährigen Beziehungen immer mehr am Partner stört. „Ich beschwere mich ständig über das Schnarchen meines Mannes oder auch über seine herumliegenden Socken. Wenn ihm das zu viel wird, dreht er sich um und geht einfach.“ Claudia meint weiters: „Manche Frauen nörgeln aber nur, weil sie sich über das eigentlichen Problem nicht sprechen trauen.“

Willi, 69, Bauer in Pension, aus Niederösterreich,
ist seit 46 Jahren verheiratet. Für ihn ist es normal, dass sich seine Frau immer wieder über etwas beschwert. „Ich nehme das nicht so ernst und höre einfach nur das was ich auch hören will.“ Wenn sie ihm Anweisungen gibt, dann ist für ihn klar: „Ich kann es ihr eigentlich nie wirklich recht machen. Also springe ich auch nicht gleich auf, sondern lasse mir etwas Zeit bei allem. Sie meckert ja sowieso.“ Manchmal schafft er es auch, dass sie ihm die Arbeit gleich abnimmt: „Wenn ich zu langsam bin, dann trägt sie zum Beispiel einfach selbst den Müll hinaus oder holt die Kräuter aus dem Garten. Gut für mich, so kann ich mir das Fußballspiel ungestört ansehen:“