Barbara Karlich Show vom 17.04.2018

Wer arbeitet, verschwendet nur sein Leben 

Vierzig Stunden pro Woche oder mehr für Arbeit aufzuwenden, die nicht den eigenen Fähigkeiten entspricht und keine Erfüllung bringt, das ist verschwendete Lebenszeit, meinen manche. Andere fragen, ob es wirklich besser ist, arbeitslos zu sein als einen Job auszuüben, der einem ein Einkommen sichert und soziale Absicherung.

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Claudia, 49, Bestatterin aus Kärnten,
hat vor einigen Jahren das Bestattungsunternehmen ihres Vaters übernommen. „Man muss seinen Job gern machen, dann ist es auch keine verschwendete Zeit.“ Urlaub nimmt sich die Kärntnerin nur zwei Wochen im Jahr: „Ich bin rund um die Uhr erreichbar, man weiß ja nie, wann etwas passiert. Die Menschen brauchen mich.“ Der Kärntnerin ist es sehr wichtig Ihren Kindern ein gutes Vorbild zu sein: „Menschen, die nichts tun, versteh ich nicht. Jeder muss arbeiten gehen und seinen Beitrag leisten.“

Klaus, 80, Angestellter in der Telekommunikationsbranche in Pension aus Niederösterreich,
war ein Workaholic und hatte das große Glück seinen Beruf zu seinem Hobby zu machen. Deshalb war er auch sein ganzes Leben, bis zur Pensionierung mit 65 Jahren, bei derselben Firma. „Wer nur des Geldes wegen arbeiten geht, verschwendet seine Zeit.“ Er weiß aber auch ganz genau wie es ist, länger arbeitslos zu sein und keinen Job zu finden, auch wenn man sich fleißig bewirbt: „Aus diesem Grund habe ich begonnen mich mit dem bedinungslosen Grundeinkommen auseinanderzusetzen. Ich glaube es würde sich damit sehr viel zum Positiven ändern.“