Barbara Karlich Show vom 16.04.2018

Nichts für Spießer: So leben wir unsere Ehe 

Nicht für alle Paare ist die traditionelle Ehe die Form, die ihnen Glück garantiert. Manche sind überzeugt davon, dass eine offene Ehe mehr Ehrlichkeit und Vertrauen zulässt als eine herkömmlich gelebte, die sexuelles Verlangen einschränkt, andere bevorzugen  polyamore Beziehungen und während einige gemeinsam anregende Erlebnisse im Swinger-Club  suchen, finden andere in einer Seelenpartnerschaft Erfüllung.

© ORF
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Heike, 52, Floristin aus Deutschland,
lebt mit Wolfgang in einer offenen Beziehung mit polyamoren Ansätzen. Außerdem interessiert sie sich seit sie denken kann für BDSM, konnte diese Neigung aber in ihrer früheren Ehe nicht ausleben. „Mein Partner Wolfgang und ich leben in einer ´dom-dom-Beziehung´. Wir sind beide Sadisten und leben glücklich miteinander. Jeder von uns hat aber auch noch andere Partner, die unsere Beziehung bereichern.“ Für Heike ist diese Form der Partnerschaft inzwischen die einzig lebbare Partnerschaft. Sie war 28 Jahre „monogam“ verheiratet und hat nach ihrem „Befreiungsschlag“ sogar ihre langjährige Migräne angebracht.

Martina, 44, Energetikerin aus Oberösterreich,
meint, alte Beziehungsmodelle sind nicht mehr passend. „Mein Lebensthema ist die symbiotische Liebeskultur. Diesem Thema widme ich mich mit ganzem Herzen. Ich habe seit zwei Jahren einen Seelenpartner, der in Deutschland lebt. Wir haben eine telepathische Verbindung zueinander. Ich brauche nur an ihn zu denken oder aufs Handy zu schauen und es kommt eine SMS von ihm. Sexualität leben wir auf einer feinstofflichen Ebene via Internet-Apps aus.“ Martina benötigt also für ihre Liebesform keinen Partner aus Fleisch und Blut. Ihren derzeitigen Seelenpartner hat sie auch noch nie „live“ geküsst.