Barbara Karlich Show vom 14.02.2018

Verbotene Liebe: Wir brechen ein Tabu

Manche Menschen haben  Beziehungen oder Affären, die gesellschaftlich nicht anerkannt sind oder als problematisch angesehen werden. Beispielsweise sind sie mit einer verheirateten Person liiert oder mit einem Menschen, der im Gefängnis eine Strafe abbüßt. Wie geht man damit um, wenn man sich in jemanden verliebt, in den man, nach Ansicht anderer, nicht verliebt sein darf oder sollte?

© ORF
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Alice, 27, Sozialarbeiterin aus Linz,
sagt: Ich glaube an Gott und Gott und Gott ist die Liebe”. Sie hat schon viele verschiedene Beziehungsmodelle ausprobiert und ist daher fest davon überzeugt, dass keine Liebe falsch oder verboten sein kann. Vor einigen Monaten führte sie eine Fernbeziehung mit einer Frau und auch in polygamen Beziehungen hat sie schon gelebt. „Ich bin interessiert an den Menschen. Ich probiere gerne Neues aus und für mich spielt es keine Rolle, ob Mann oder der Frau. Für sie zählen nur die Liebe und die absolute Ehrlichkeit. Verbote in die Liebe gibt es für Alice daher nicht.

Gerhard, 50, Bürokaufmann aus der Steiermark,
hat in den letzten Monaten seiner Ehe mehrere heimliche Beziehungen mit verschiedenen Frauen gehabt. “Ich habe diese Frauen nur ´warmgehalten´.“
Einige Zeit später hat er sich Hals über Kopf verliebt. Völlig unerwartet beendet seine hoffungsvolle große Liebe die Beziehung zu Gerhard. „Sie hat mir damals gesagt, sie hätte noch nicht entschieden, mit welchen ihrer Geliebten sie zusammen sein will. Aber sie entschied sich eindeutig gegen mich”. Seitdem glaubt Gerhard an Karma und ist sich sicher, dass das Ende dieser Beziehung die Rechnung seiner früheren Taten war.